Aus den Tausenden von Tarifen der derzeit rund 800 Gasanbieter in Deutschland den günstigsten herauszufinden ist gar nicht so einfach. Doch mithilfe eines Tarifrechners ist das nur eine Frage von Sekunden.
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Einen Tarifrechner oder auch einen Vergleichsrechner kann man ganz einfach im Internet finden. Diese Rechner werden den Verbrauchern von den verschiedensten Portalen zur Verfügung gestellt. Die Nutzung eines Tarifrechners ist immer vollkommen kostenlos und verpflichtet den Verbraucher zu nichts. Der Aufbau solcher Tarifrechner ist fast immer gleich. Auf der entsprechenden Webseite finden die Verbraucher zwei Felder vor. In eines der Felder tragen sie ihre Postleitzahl ein und in das andere wird der durchschnittliche Jahresverbrauch eingetragen. Unterhalb dieser Felder befindet sich dann ein Button mit der Aufschrift „Berechnen“ oder „Vergleichen“. Klickt man diesen Button an, so bekommt man innerhalb weniger Augenblicke die günstigsten Gastarife angezeigt. Und das Schöne dabei ist, dass eine separate Verfügbarkeitsprüfung nicht mehr notwendig ist. Durch die Eingabe der Postleitzahl sucht der Tarifrechner nämlich nur Tarife heraus, die in der jeweiligen Region auch tatsächlich verfügbar sind.
Ein Tarifrechner sucht jedoch nicht nur die günstigsten verfügbaren Gastarife schnell und einfach heraus, so ein Tarifrechner kann noch weitaus mehr. Neben den beiden oben erwähnten Eingabefeldern bieten die allermeisten Tarifrechner auch noch zusätzliche Suchoptionen an. Auch deren Nutzung ist ganz simpel. Da es sich dabei um standardisierte Optionen handelt, reicht auch hier ein einfacher Mausklick, damit die angewählte Option bei der Suche nach einem passenden Tarif berücksichtigt wird. So hat der Verbraucher unter anderem die Möglichkeit, sich nur Tarife anzeigen zu lassen, bei denen er seinen Gasverbrauch in monatlichen Abschlägen zahlen kann. Oder der Verbraucher kann sich die Tarife anzeigen lassen, bei denen die einmaligen Wechselprämien in der Berechnung nicht berücksichtigt werden. Dadurch bekommt der Verbraucher einen besseren Überblick über die tatsächlichen Kosten eines Tarifs.
Wenn man alle Suchoptionen, die man für wichtig erachtet, in dem Tarifrechner angeklickt hat, dann bekommt man die Liste der passenden Anbieter angezeigt. Hieraus kann man nicht nur die genauen Preise der jeweiligen Tarife ersehen. Anhand der stets sehr übersichtlichen Darstellung kann man auch die genauen Konditionen der einzelnen Tarife auf einen Blick überschauen. So sieht man zum Beispiel sofort, wie lange die Mindestvertragslaufzeiten bei den einzelnen Anbietern sind, wie lange die Kündigungsfristen sind, wie lange eine eventuelle Preisfixierung gilt, ob eine Kaution oder eine Sonderabschlagszahlung geleistet werden muss oder wie hoch ein eventueller Wechselbonus ausfällt. Da all diese Informationen auf der Ergebnisanzeige der Tarifrechner bei jedem Anbieter in gleicher Form, sehr übersichtlich, angezeigt werden, ist es für den Verbraucher sehr leicht, die verschiedenen günstigen Anbieter miteinander zu vergleichen.
Ein weiters Plus der Tarifrechner ist die einfache Möglichkeit eines Anbieterwechsels. Auf der Ergebnisliste befinden sich nämlich nicht nur die Tarifinformationen zu den jeweiligen Anbietern. Hinter den Informationen zu den jeweiligen Anbietern und Tarifen befindet sich meistens auch gleich ein Button, der den Verbraucher zu den jeweiligen Gasunternehmen weiterleitet. Hier kann man dann direkt die Wechselformulare online anfordern. Bei vielen Anbietern ist es mittlerweile sogar möglich, den Wechsel komplett online, ohne irgendwelchen Papierkram, zu vollziehen.
In Zeiten der ständig steigenden Gaspreise ist es natürlich besonders wichtig, Gas zu sparen und richtig zu heizen. Nicht nur beim Strom lässt sich eine Menge einsparen. Auch Gas kann durch die richtige Handhabung eingespart werden. Dadurch lässt sich einiges an Kosten für die Gasrechnung einsparen und am Ende des Jahres freut man sich über eine Rückzahlung.
Richtiges Heizen beginnt schon beim Lüften. Falsch ist es, wenn man die Fenster in beheizten Räumen über den Tag ständig angeklappt lässt. Das Ankippen der Fenster sorgt nicht für eine ausreichende Belüftung. Außerdem kann die Wärme so stetig ins Freie entweichen. Das Ankippen der Fenster schadet eher der Raumtemperatur, als dass es für frische Luft sorgt. Für richtiges Lüften sollten Fenster und Türen eines Raumes für einige Minuten komplett geöffnet werden. Zwar kann auch in dieser Zeit die Wärme durch Fenster und Türen entweichen. Doch diese Zeit ist nur sehr kurz. Die Räume kühlen nicht sofort aus und nur ein Bruchteil der kostbaren Wärme geht verloren. Für die Zeit, in der die Fenster zum Durchlüften geöffnet sind, kann man außerdem durch eine dicke Socke dafür sorgen, dass die Heizung sich nicht automatisch nach oben reguliert und mehr heizt. Die Socke wird einfach über das Thermostat gezogen. Somit wird dem Fühler suggeriert, dass sich die Temperatur im Zimmer nicht verändert. Die kältere Luft, die durch die Fenster in den Raum strömt, wird somit gar nicht erst wahrgenommen vom Thermostat.
Aber nicht nur beim Lüften kann man sparen. Man sollte außerdem darauf achten, dass Fenster und Türen richtig abgedichtet sind. Denn durch kleine Ritzen und Fugen kann reichlich Wärme entweichen. Mit speziellem Isolierband, das in jedem Baumarkt erhältlich ist, können Fensterrahmen und Türrahmen abgedichtet werden. Dazu wird das gummierte Klebeband einfach in die Rahmen geklebt. Nun schließen Fenster und Türen auch wieder richtig dicht ab. Besonders bei alten Holzrahmen kann es zu Fugen kommen. Auch Holztüren neigen dazu, Risse zu bilden. Diese sollten mit Holzkit repariert werden. Auch Holzkit ist im Baumarkt erhältlich. Zusätzlich können Spalte zwischen Tür und Boden mit Vorlegerollen verdichtet werden, die sogar in witzigen Formen erhältlich sind, wie etwa als Tiere oder mit Tiermustern.
Um zu verhindern, dass die kostbare Wärme direkt vom Heizkörper in das Mauerwerk eindringt, können Isoliermatten hinter den Heizkörpern angebracht werden. Diese sind einfach installiert und sorgen dafür, dass die Wärme im Raum gehalten wird. Aber schon beim Bau eines Hauses ist viel möglich. Die richtige Isolierung der Wände ist sehr wichtig. Mit Dämmplatten und Dämmung kann viel dazu beigetragen werden, dass die Wärme auch im Haus bleibt und nicht entweichen kann. Ein bereits bestehendes, älteres Haus kann auch nachträglich ausreichend isoliert werden.
In Räumen, in denen man sich selten oder gar nicht aufhält, muss auch nicht geheizt werden. Dies betrifft zum Beispiel Vorratsräume, Bastelzimmer, Kellerräume und auch Gästezimmer. Sollten die Räume doch benötigt werden, kann die Heizung angestellt werden. Nach Bedarf heizen spart Kosten! Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Türen von ungeheizten Räumen immer verschlossen werden sollten. Denn sonst könnte die Wärme der beheizten Räume in die unbeheizten Räume ziehen. Ein Wärmeverlust in den beheizten Räumen ist die Folge.
Wer in seinem Haus eine eigene Heizungsanlage hat, der kann entsprechende Einstellungen vornehmen, sodass die Heizung wirklich nur dann in Betrieb ist, wenn es nötig ist. Verschiedene Heizperioden können entsprechend eingestellt werden, um Kosten zu sparen. So muss zum Beispiel über Nacht nicht geheizt werden. Wenn Fenster und Türen über Nacht geschlossen bleiben, die Wände ausreichend isoliert sind, dann ist die vorhandene Wärme auch ausreichend, um die Räume nicht auskühlen zu lassen. Es ist also ausreichend, wenn die Heizung in den frühen Morgenstunden anspringt und am Abend automatisch ausgeschaltet wird.
Das sind die günstigsten Gaslieferanten
Generell einen Anbieter als günstigsten Gaslieferanten zu benennen ist praktisch unmöglich. Erstens gelten viele Tarife der Gasanbieter nicht deutschlandweit, sind also nur in bestimmten Regionen verfügbar. Zweitens gibt es bei den Tarifen auch von Region zu Region preisliche Unterschiede und drittens ist der günstigste Gaslieferant nicht zwangsläufig auch für jeden Verbraucher die beste Wahl.
Seit der Liberalisierung des Energiemarktes gibt es mittlerweile weit über 800 Gaslieferanten in Deutschland. Nur wenige von ihnen können dabei ihr Gas bundesweit zur Verfügung stellen. Dank der zunehmenden Zahl an wechselwilligen Gaskunden hat sich in der Zwischenzeit auch auf dem Gasmarkt eine Wettbewerbsituation ergeben. Das bedeutet für den Verbraucher vor allem, dass die Gaslieferanten unter anderem durch das Anbieten immer günstigerer Tarife miteinander konkurrieren. Und wie es auch in anderen Bereichen der Fall ist, sind dadurch auch auf dem Gasmarkt sogenannte Discount-Unternehmen in Erscheinung getreten. Diese Unternehmen werben nun ganz offensiv mit besonders preiswerten Tarifen um die Gunst der Kunden.
Die meisten dieser „Discount-Gaslieferanten“ sind die Töchter von Branchenriesen wie RWE, E.ON oder EnBW. Bei diesen Tochterunternehmen handelt es sich um Eprimo, E WIE EINFACH und Yello. Das alles sind bekannte Billig-Gasanbieter. Es gibt aber auch konzernunabhängige Discount-Lieferanten. Dazu gehören unter anderem TelDaFax Energy, Relaxgas oder Flexgas. Und auch wenn viele dieser genannten Anbieter von günstigem Gas den meisten Verbrauchern durchaus ein Begriff sind, so kann man dennoch nicht pauschal behaupten, dass dieser oder jener nur der absolut günstigste ist. Fest steht allerdings, dass die meisten Verbraucher ihr Gas noch immer von den örtlichen Grundversorgern, das sind in den meisten Fällen die Stadtwerke, beziehen. Und die meisten Anbieter von günstigem Gas beziehen sich bei der Berechnung ihrer Tarife auf die Preise der jeweiligen Stadtwerke.
Beim Gasanbieter TelDaFax Energy ist es beispielsweise so, dass der Verbraucher bis zu 1,5 Cent weniger pro Kilowattstunde Gas zahlt als bei seinem örtlichen Grundversorger. Das klingt im ersten Moment natürlich so, als könnte man hier tatsächlich viel sparen. Allerdings ist die Höhe der tatsächlichen Ersparnis an Bedingungen geknüpft. So wirken sich beispielsweise die gewählte Zahlungsweise und die Höhe der geleisteten Sonderabschlagszahlung auf die Höhe der Ersparnis aus.
Auch bei dem günstigen Anbieter Eprimo kann man als Verbraucher nicht einfach so zugreifen. Eprimo bietet nämlich verschiedene Tarife an, die auf den ersten Blick relativ gleich aussehen, wobei die Tücke hier wieder im Detail zu finden ist. Wenn man als Verbraucher nicht ganz genau hinschaut, dann kann es sein, dass man auch bei einem günstigen Anbieter wie Eprimo noch mehr als nötig bezahlt. Der Verbrauchspreis ist bei einigen Tarifen nämlich allein aus dem Grund, dass keine Einzugsermächtigung verlangt wird, höher als bei Tarifen, bei denen man dem Gaslieferanten diese erteilt.
Unter den billigen Gasanbietern gibt es heutzutage auch regelrechte Online-Marken. Eine dieser reinen Online-Marken ist zum Beispiel 123Gas. Auch mit solchen Unternehmen kann der Verbraucher Geld sparen, da diese auf eine schlanke Verwaltung setzen.
Es gibt also eine ganze Reihe günstiger Gaslieferanten in Deutschland. Welcher nun für den einzelnen Verbraucher der günstigste Anbieter ist, das kann jeder mit Hilfe von Tarifrechnern ganz einfach herausfinden.
Öko Tarife – wie helfe ich damit der Umwelt?
Erfreulicherweise nimmt das Umweltbewusstsein der Menschen immer weiter zu. So entscheiden sich zum Beispiel immer mehr Menschen für verbrauchsarme Autos, für Strom sparende Haushaltsgeräte oder auch für Strom, der aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde. Und auch mit dem Gas kann man noch etwas für die Umwelt tun. Immer mehr Gaslieferanten haben inmitten ihrer verschiedenen Tarifmodelle mittlerweile auch den einen oder anderen Öko-Tarif. Doch was bedeutet bei Gasprodukten eigentlich Öko-Tarif?
Zunächst einmal sollte der Verbraucher wissen, dass Öko-Tarif nicht gleich Öko-Tarif ist. Es wird nämlich zwischen Öko Tarifen und Biogas Tarifen unterschieden. Bei einem Biogas Tarif ist es in der Regel so, dass dem herkömmlichen Erdgas ein bestimmter Prozentsatz an umweltfreundlichen Biomethan beigemischt wird. Dieses Biomethan wird normalerweise regional produziert und muss nicht auf langen Wegen importiert werden. Die Höhe des Prozentsatzes des beigemischten Biomethans ist von Anbieter zu Anbieter recht verschieden. Bei den meisten Anbietern liegt die Höhe des beigemischten Biomethans bei fünf bis zehn Prozent. Bei einigen Anbietern macht der Anteil des beigemischten Biomethans sogar 15 Prozent aus. Nur ganz wenige Gaslieferanten erreichen 100 Prozent. Das Biogas, also das Bioethanol, wird in Biogasanlagen gewonnen. Dabei macht man sich den Vorgang der Vergärung von verschiedenen Stoffen, wie zum Beispiel ungenutzten Pflanzenresten oder Bioabfällen, zunutze.
Bei einem Öko-Tarif ist das ein wenig anders. Bei diesen Tarifen fließt nämlich nach wie vor ganz normales Erdgas durch die Leitungen zum Verbraucher. Das bedeutet, dass auch mit diesem Tarif noch immer die üblichen CO2-Emmisionen durch die Verbrennung der Heizungsanlage entstehen. Allerdings – und das ist nun das Besondere an diesen Öko Tarifen – verpflichten sich die Anbieter dazu, die anfallenden CO2-Emmisionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte auszugleichen. Es geht also darum, im Laufe der Zeit so viele Klimaschutzprojekte zu haben, dass die Verbrennung des herkömmlichen Erdgases möglichst klimaneutral stattfinden kann.
Es gibt also durchaus markante Unterschiede zwischen einem Biogas Tarif und einem Öko-Tarif. Es liegt nun an jedem Verbraucher selbst, für welche Variante er sich entscheidet. Fest steht, dass es mit beiden Varianten möglich ist, aktiv etwas für den Umweltschutz zu tun. Leider ist es noch immer so, dass Öko oder Biogas Tarife nicht in allen Regionen in gleicher Auswahl verfügbar sind. Vor allem die Verbraucher in größeren Städten können aber derzeit schon auf eine beträchtliche Anzahl von verschiedenen Tarifen zugreifen.
Übrigens können Verbraucher mit einem Wechsel zu einem Öko-Gastarif nicht nur aktiv etwas für den Umweltschutz tun. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass die meisten Öko-Tarife auch noch günstiger sind als die Tarife der örtlichen Grundversorger. Und da noch immer viele Verbraucher ihr Gas von den örtlichen Stadtwerken beziehen, lohnt es sich also gleich doppelt – für die Umwelt und für den Geldbeutel – zu einem Öko-Tarif zu wechseln. Und auch wenn man sich für einen umweltschonenden Gastarif entscheidet, kann man immer noch mehr für die Umwelt tun. So sollte man auch dann, wenn man einen Öko-Tarif oder Biogas-Tarif gebucht hat, nicht verschwenderisch mit dem Gas umgehen. Wer weniger Gas verbrennt, produziert auch weniger schädliche CO2-Emmisionen.
